Uwe Schmidt begrüßt Einigung der EU-Länder zur Verschärfung der Regeln gegen Lohn und
Sozialdumping und fordert Ausdehnung auf Transportgewerbe

Anlässlich des in dieser Woche beschlossenen Kompromisses der EU-Arbeits- und
Sozialminister zur Reform der Entsenderichtlinie erklärt Uwe Schmidt:

„Dass ausländischen Arbeitskräften künftig branchenübergreifend der gleiche Lohn wie
den Einheimischen gezahlt werden muss, ist ein richtiges und wichtiges Signal. Nur so
können wir Lohn- und Sozialdumping in der Europäischen Union Einhalt gebieten.“

Von der Reform seien vor allem Millionen Arbeitskräfte aus osteuropäischen Staaten
betroffen. „Es kann nicht sein, dass ausländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
ausgebeutet werden und einige Arbeitgeber einheimische Sozialstandards umgehen“,
empört sich Schmidt. Wichtig sei es daher, dass man sich gemeinsam mit den
Gewerkschaften dafür stark macht, die enthemmten globalen Märkte zu regulieren. „Es
muss nun zügig gelingen, den getroffenen Kompromiss auch auf das Transportgewerbe
auszudehnen“, fordert Schmidt weiter.

Die Reform habe auch direkte Auswirkungen auf alle deutschen Seehäfen. „Angesichts
der Digitalisierung in der maritimen Wirtschaft brauchen wir gerade in unseren Häfen gut
ausgebildete Arbeits- und hochqualifizierte Fachkräfte. Dabei muss gelten: Gleicher Lohn
für gleiche Arbeit, unabhängig vom Firmensitz“, so der gelernte Hafenfacharbeiter
abschließend.

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PM 01/2017 - Entsenderichtlinie 317.69 KB 0 downloads

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