Uwe Schmidt, Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender der AfA Bremerhaven, erklärt anlässlich des Streikes bei Ryanair:

„Die Tatsache, dass sich das Ryanair-Management persönlich bei Kolleginnen und Kollegen meldet und Ihnen mit der Schließung der Base am Flughafen Bremen droht, wenn man sich am Streik beteilige, ist eine neue Eskalationsstufe beim Kampf um faire Arbeitsbedingungen bei der irischen Dumpingfluglinie.

Genug ist genug. Das Einschüchtern von Kolleginnen und Kollegen, die Drohung mit dem Jobverlust, sind Taktiken, für die Firmenchef Michael O´Leary und das Ryanair-Management sanktioniert werden müssen. Wir lassen uns unseren Kampf nach guter Arbeit nicht von einem Billigfluganbieter aus einem Billigsteuerland konterkarieren.

An was für einen Punkt sind wir eigentlich angekommen, in der Firmen mit fragwürdigen Geschäftsbedingungen Drohungen formulieren können, die sich nicht nur – und schlimm genug – gegen die eigenen Beschäftigten, sondern gar gegen eine ganze Stadt richten? Ryanair generiert seinen Gewinn vor allem mit Fluggästen aus Deutschland. Vielleicht ist es an der Zeit, dem neoliberalen Geschäftsgebaren der Dumpingfluglinie einen Riegel vorzuschieben und nationale Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auch der Fluggäste zu ergreifen.

Ich unterstütze weiterhin die Forderungen von ver.di nach fairen Arbeitsbedingungen für die Kolleginnen und Kollegen bei Ryanair – Play fair Ryanair.“

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