07.06.2017 Uwe Schmidt, MdBB und Direktkandidat der SPD für den WK 055, fordert ein klares Bekenntnis von Siemens zum Adwen-Standort in Bremerhaven

„Der Adwen-Standort in Bremerhaven muss mittel- und langfristig fortbestehen und die Produktion dort ungebremst weiterlaufen“, fordert Uwe Schmidt, Direktkandidat der SPD für den WK 55. „Der Erhalt der Arbeitsplätze und des technischen Know-Hows sind für den Windkraft-Standort Bremerhaven von immenser Bedeutung. Siemens sollte sich klar pro Adwen bekennen und Spekulationen über die Zukunft des Werks beenden“, so Uwe Schmidt weiter.

Bereits im vergangenen September hat der französische Staatskonzern Areva seine Adwen-Anteile an den Co-Eigner Gamesa verkauft. Die Fusion von Gamesa und Siemens wurde im April dieses Jahres besiegelt. „Nicht erst seit dem Verkauf herrscht in der Belegschaft eine Verunsicherung über die Zukunft der Produktion, auch angesichts des Siemens-Baus in Cuxhaven“, sagt Schmidt. „Das muss aufhören. Es kann nicht sein, dass Siemens das Werk hier übernimmt, nur um zuzuschauen, wie es langsam ausblutet. Der Konzern hat eine soziale Verantwortung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und für die Region.“

Das Bremerhavener Adwen-Werk verfügt über etwa 650 Festbeschäftigte, plus Angestellte im Leiharbeits- und Werkvertragsverhältnis. Es steht laut Schmidt für eine hervorragende technische Expertise und fachliche Kompetenz im Bereich des Anlagenbaus. Vor kurzem erst wurde auf dem Luneort ein Prototyp einer 8-MW-Anlage von Adwen errichtet, der dort vom Fraunhofer-IWES-Institut umfangreichen Tests unterzogen wird. „Wenn die Serienreife gelingt, hat die 8-MW-Anlage alle Chancen, am Markt zu bestehen“, sagt Uwe Schmidt, „auch neben einer im Cuxhavener Siemens-Werk entstehenden Anlage mit vergleichbarer Leistung. Zudem sollte im nächsten Schritt die bereits angedachte 10-MW-Anlage auf Basis der 8-MW-Anlage in Bremerhaven entwickelt werden.“

 

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